Rückstromsperre

Die Rückstromsperre verhindert beim Einspritzen und Nachdrücken, dass das Massevolumen vor der Schnecke zurück in die Schneckengänge fließt, sodass die Schnecke als Kolben fungiert. Die Rückstromsperre sitzt am Schneckenende und besteht gewöhnlich aus drei Teilen: Der Spitze oder auch Schneckenspitze genannt, dem Sperrring und dem Druckring.
Der Sperrring sitzt auf der Schneckenspitze und vor dem Druckring und beide gemeinsam fungieren als Anschlag. Wird dosiert, so drückt die Schmelze den Sperrring an die Schneckenspitze, sodass ein Spalt zwischen dem Sperrring und dem Druckring entsteht (Sperrringhub), durch den die Schmelze fließen kann. Wird eingespritzt, presst sich der Sperrring an den Druckring und verschließt so die Schneckengänge. Der Abstand zwischen dem Sperrring und dem Zylinder wird alsSchneckenspiel bezeichnet. Es gibt verschiedene Ausführungen der RSP. Sperrring oder Druckring wird über Flügel (3 oder 4 Füsschen) abgestützt, oder das Verschließen des Schmelzestroms über eine (Ein-Kugel-RSP) oder mehrere Kugeln (Mehr-Kugel-RSP) gelöst.

 

Wir sind nicht nur gut in Form, wir bringen es auch sehr gut in Form!

Rütten und Becker ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es sich um spezielle Drehteile, wie Rückstromsperren, durchgehärtete Schnecken und Sonderteile dreht.

Mit unseren CNC-Drehautomaten und -Maschinen fertigen wir Drehteile aus nahezu allen Werkstoffen in Komplettbearbeitung.

An Schnecken und Zylindern wird mechanischer Verschleiß oft durch Füllstoffe wie Glasfaser, Calcium-Carbonate oder Barium-Ferrite verursacht. Diese Materialien schleifen den Stahl mit der Zeit rau. Durch Einwirkung der kleinen, harten Partikel wird die Plastifiziereinheit kontinuierlich abgeschliffen. Die Ursache kann auch durch flammhemmende Additive sein, die den Verschleiß dann durch Korrosion beschleunigt.

Grundstoffe

Der Grundwerkstoff unserer durchgehärteten Schnecken besteht aus hochlegiertem Werkzeugstahl, der auf eine Härte von ca. 60 HRC gehärtet wird. Da jeder Härtevorgang durch die hohe Zufuhr von Wärmeenergie und der anschließenden Abkühlung einen gewissen Verzug bringt, ist es wichtig, die Schnecke vor dem endgültigen Schleifen zu richten. Nur so ist gewährleistet, dass der Schnecken-Innendurchmesser zum Außendurchmesser proportional verläuft und die Laufeigenschaften der Schnecke optimal sind.
Das Richten der Schnecken geschieht schonend im warmen Zustand ohne Aufwendung von mechanischer Energie. Schließlich muss für den späteren Betrieb in der Plastifiziereinheit gewährleistet sein, dass die Schnecke ihre präzisen Laufeigenschaften beibehält.